­­­­all2gethernow!

By at 23 June, 2009, 2:51 pm

Berlin Music Market 16.-18. September 2009

Was kommt nach der Popkomm?
Neuer Marktplatz der Musikwirtschaft in Berlin geplant

Jetzt reicht’s: Eine alleinerziehende Mutter in den USA wird zu 1,9 Millionen Dollar Schadensersatz für 24 illegal aus dem Internet herunter geladene Songs verurteilt. Das französische Parlament beschließt ein Gesetz zur Bestrafung von Urheberschutzverletzern mit Internetentzug. Dieter Gorny, Vorsitzender der Bundesverbandes der Musikindustrie, sagt die Popkomm ab mit der Begründung, dass “viele Unternehmen es sich wegen des Diebstahls im Internet nicht mehr leisten können, an der Popkomm teilzunehmen”…

Eine Branche steht Kopf. Dabei gibt es viele kreative Ansätze, den Herausforderungen des Internets zu begegnen und sie als Chance zu nutzen. Denn die Krise der Musikindustrie ist eine Krise der Verwertungsmechanismen, nicht der Musik selbst.

Die Absage der Popkomm durch den Bundesverband der Musikwirtschaft am vergangenen Freitag hat in der Szene der Musikschaffenden für Kopfschütteln gesorgt. Vor allem die Begründung, dass neben der Wirtschaftskrise das ‘Internet’ für diese Absage verantwortlich zeichnet, trifft auf wenig Verständnis in einer Situation, die neue Allianzen und Vernetzung erfordert.

Deshalb formiert sich aus dem Umfeld von Künstlern, Musik- und Softwareunternehmen das Bedürfnis, am Original-Termin der Popkomm
vom 16.-18. September in Berlin ein neuartiges internationales Branchentreffen zu organisieren. Dem Open Source – Prinzip folgend, soll in den nächsten Wochen genreübergreifend eine zeitgemäße und zukunftsfähige Musikbusiness-Plattform entstehen, bei der die aktuellen und brisanten Themen besprochen werden.

Wie schon in den letzten Tagen im Netz unter dem Motto #unkomm diskutiert, verwandelt sich Berlin an drei Tagen in einen dezentralen Marktplatz der Musikwirtschaft. Der dritte Tag gipfelt in einer internationalen Konferenz im RADIALSYSTEM V. Darüber hinaus bleibt genug Raum um in zahlreichen Locations der Stadt neue Musik zu hören.

All together now!

Als Initiatoren fangen erstmal an:

newthinking communications (www.newthinking-communications.de, www.berlinmusicblog.de)
Motor Entertainment (www.motor.de)
RADIALSYSTEM V (www.radialsystem.de)
100,6 MotorFM / Plattform für regionale Musikwirtschaft GmbH (www.motor.fm)

To be continued…

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Trackbacks & Pingbacks

Comments
Karsten 23. June 2009

Mal abgesehen davon dass ich das Urteil krank finde: Die Mutter wurde für das *anbieten* der Stücke verurteilt….

Jesus Presley 23. June 2009

Find ich gut, bin dabei.

nilz 23. June 2009

das ist die beste idee aller zeiten! juchuh! ich bin dabei!

Jürgen Ertelt 23. June 2009

Biete hierzu die kostenfreie Nutzung der Wortmarke NETZKOMM inkl der Domains netzkomm.de und netzkomm.net an

Besten Gruß
Jürgen Ertelt

JJ 23. June 2009

Danke! Das Gejammer muss endlich aufhören! Und die Kriminalisierung von Kunden ebenfalls. Die Industrie muss und wird sich wandeln. Ob das Herrn Gorny passt oder nicht.

zwobotta 23. June 2009

Eine fantastische Idee” ViIch wünsche allen Beteiligten viel Erfolg dabei. Vielleicht war das das Beste, was passieren konnte …

philipp 23. June 2009

Es gibt auch schon eine Website: http://www.co-pop.de/

Ralph 23. June 2009

Super Idee! Auch ne große Herausforderung in so kurzer Zeit was auf die Beine zu stellen. Good luck! :)

Andi Shearer 23. June 2009

Hey, das ist doch mal ne tolle Idee. Was muss man als Band tun, wenn man da mitmachen will? Also außer der Musikindustrie die Zukunft vorleben (und das schon seit Jahren)?

Jörn Sieveneck 24. June 2009

Ein paar Gedanken zum “neuartiges internationales Branchentreffen” habe ich hier auch mal zusammengeschrieben: http://www.nerotunes.com/2009/06/popkomm-achkomm-unkomm-es-geht-ein-ruck-durch-das-musikland/

Alex Schnapper 24. June 2009

Super Idee, da würde ich sogear kommen. Bin gespannt, wie es weiter geht.
:)

felix 24. June 2009

beachtenswert: “Reeperbahn Campus als neue Plattform für die Musikbranche”, 24.-26.9. parallel zum reeperbahn festival. neue form des get together. warum also nochmal berlin?
http://www.musikmarkt-live.de/site/start.php3?bid=41666&ridtb=133&il=1&pid=2
oder
http://www.reeperbahnfestival.com

Kai Manke 24. June 2009

Eine wirklich Alternative könnte ggf. auch der Reeperbahn-Campus bieten, der dieses Jahr erstmalig im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg stattfinden wird.
Der Reeperbahn Campus soll den Spirit der “frühen” popkomm-Tage wiederbeleben – ohne teuere Messestände, Mega-Parties oder teure Hotel-Bar-Rechnungen.
Also – back to the roots … der aktuellen Situation, in der sich die Musikbranche befindet, angemessen. Kommunikation soll groß geschrieben werden, heißt es aus den Reihen der Machern.
Das RF (http://www.reeperbahnfestival.com) ist die einzige Veranstaltung in Deutschland, die sich, wenn die Entwicklung anhält, mit dem SXSW oder dem ehemaligen NMS, messen lassen darf.
Interessante neue Acts aus dem In-und Ausland, mittlerweile großer Publikumszuspruch und vor allem – kurze Wege.
Und HH ist mit der Bahn nur 90 Minuten von B entfernt … das ist dann auch für Berliner interessant ;-)

aleks discodust 24. June 2009

klingt gut. mal gespannt wie das weitergeht.

werd dann nen banner bei mir in den sidebar reinhauen wenn was draus wird.

Robert Eysoldt 24. June 2009

Kommt nur!

Australian Acts Caught Short From Popkomm Cancelation

by Paul Cashmere – June 23 2009

Australian artists have been caught out with the late cancelation of Popkomm 2009. Many of the acts that were chosen for showcases had already booked their airfares when news of the Popkomm cancelation came through.

“I feel personally responsible because I have helped convince these bands that this is a great event to make contacts across Europe,” organiser of The Great Australian Wave, Steve Iorio tells Undercover News. “To reduce your costs you have to book ahead and think ahead to commit yourself to doing any project”.

Australian acts invited to showcase at Popkomm 2009 in September were Dukes of Windsor, Stone Circle, Death Mattel, Tracer, Blackchords, Bloodpoets, Yves Klien Blue, Amanda Medica, Eden james, Nick and Liesl, Cousin Leonnard, Worldfly, Atomic Bliss, Sonic Monkey, Zumanity and Blame Ringo.

Steve starts organising for the local acts one year ahead of the event. “The application process is massive and the alliance of companies in Australia and Germany is a massive task that can’t be done in a couple of weeks,” he says. It has to be done over a whole year. I have working on this year’s event since Popkomm last year”….

http://undercover.com.au/News-Story.aspx?id=8596

Lie In The Sound 24. June 2009

Sehr fein… gute Konzerte gibts in Berlin auch außerhalb der Popkomm mehr als genug… der Rest war eh mehr ein Schaulaufen… da bin ich ja mal sehr gespannt.

Brigitte

Veselin 25. June 2009

hört sich spannend an…
viel erfolg dabei!!!

Daniel K. 2. July 2009

Checkt mal den http://www.thehectorfund.com/, neue Art des Fundings für Musiker!

Money Maker 15. July 2009

Ich denke das ist eh nur ne Modeerscheinung.

JoSch 27. July 2009

Vielleicht hört dann die Verwertungsindustrie endlich damit auf, Künstler und Kunden gegeneinander auszuspielen.
Hab vor ein paar Tagen das hier gefunden: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30726/1.html

Musik Flatrate 13. April 2010

Der Artikel ist echt hart…

Larsen Internet 27. May 2010

Die Idee ist super. Drücke Euch die Daumen. Auf jeden Fall ne Sache die man mit aller Kraft unterstützen muss!

Jazzman 10. December 2010

Sehr gutes Vorhaben….viel Erfolg dabei!

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